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Giesinger Kulturpreis 2020 - Finale

Giesinger Kulturpreis 2020

Unser Lied für Giesing

Gesucht wurde die intellektuelle Boyband, die glitzernde Textkönigin und der humorbegabte Barde, die die rote Sonne bei Capri im Meer versenken und den Schlager ins Jahr 2020 befördern! Nun hat die Jury getagt und aus zahlreichen kreativen Bewerbungen fünf Finalistinnen und Finalisten für den Giesinger Kulturpreis 2020 ausgewählt: Im Ufo nach Nirgendwo, Pacifico Boy, Die Lose Gruppe, das Suzie Trio und Tom Wu werden im Finale während jeweils 15 Minuten ihr Können unter Beweis stellen und es Jury und Publikum schwer machen, sich für eine Preisträgerperformance zu entscheiden.

Aufgrund der aktuellen Situation musste der ursprünglich geplante Termin für Finale & Preisverleihung auf den 22. Juli 2021 verschoben werden.

Vergeben werden zwei Preise der Jury (1. Preis: 3.000 €, 2. Preis: 1.500 €) und ein Publikumspreis in Höhe von 500 €. Mitglieder der Jury sind Dirk Wagner, Anna McCarthy, Hank Schmidt in der Beek und Stefan Noelle. Finale und Preisverleihung finden im Foyer der Versicherungskammer Bayern in Giesing statt.

Die Finalist*innen des Giesinger Kulturpreis 2020 sind:

Im Ufo nach Nirgendwo
Die Schlagershow aus dem 24. Jahrhundert von und mit Dan Cotletto (aka Roberto Cométo), Katrin Sofie F (aka Alexa Bêrg), Frederik Rosenstand (aka Außerirdischer vom Rhythmusplaneten Römmtömmtömm), Moses Wolff (aka Ziggy Stargast) und Marc Thalberg (Graf Karto) bringt die Zuschauer an die Grenzen des Vorstellbaren. Mensch und Maschine verschmelzen, künstliche Intelligenz und menschliche Emotion transfunktionalisieren sich ins Gegenteil und zurück, die Macht des Schlagers vereint Unvereinbares.

Pacifico Boy
Der Münchner Musiker, Autor und Performancekünstler Federico Sánchez alias Pico Be – bekannt durch die Bands Kamerakino und Das Weiße Pferd – tritt seit einiger Zeit auch unter dem Namen Pacifico Boy als Solo-Künstler in Erscheinung. Für den Wettbewerb hat Pacifico Boy eine selbst produzierte Demo-Aufnahme seines speziell für diesen Anlass komponierten Schlagers ›Der Ruf von Giesing‹ eingereicht. Inhaltlich ist dabei der Kontakt zu einer im Giesinger Stadelheim inhaftierten Person der Ausgangspunkt.

LOSE GRUPPE
Die LOSE GRUPPE um Sängerin und Bratschistin Maria Hafner, Tubist, Pianist und Tieftonsänger Florian Burgmayr und Cornelius Borgolte (Bassklarinette, Tasten) präsentiert Lieder, die es gestern noch nicht gab und die heute schon Schlager sind: ›Streichle Blumen‹, ›Alois oder nichts‹, ›Friedel der Weps‹, ›Drei Käuzchen aus Dakar‹, ›Ballett der Agapanthi am Bach‹, ›Walzer mit Meer‹ oder ›Brez Brez‹. Kommentar eines Konzertbesuchers: »Toll, das macht Pause im Hirn!«

Suzie Trio
Das Suzie Trio um Poque Santa Cruz, Roque Santa Cruz und Lique Santa Cruz gründete sich weiland mit dem hehren Vorhaben, am 30. Geburtstag von Steffi Graf das Atomic Café mit einem Flächenbombardement von Suzie Quatro- und Trio-Coverversionen zu erobern. Was gelang, war die Herbeiführung eines Totalstromausfalls mittels eines Waffeleisens aus dem Jahre 1975. So wird die Geschichte dieser womöglich ineffizientesten aller Giesinger Institutionen bei ihrer Finalteilnahme zum Giesinger Kulturpreis also an die 50 Jahre umspannen - und, da sind sich die Gebrüder Santa Cruz einig, der Tiefpunkt ist damit sicher noch nicht erreicht.

Tom Wu
Tom Wu - seines Zeichens Schlagzeuger, der auch als Performer sein Wägelchen durchs Leben schiebt - hat sich den Auftrag des Giesinger Kulturpreises, einen Schlager zu produzieren, gewissenhaft zu Herzen genommen. Sein Beitrag kann man als klassische volkstümliche Unterhaltung verstehen: es geht darum, Freude zu spenden, die Menschen für einen kurzen Moment von ihren Sorgen zu befreien. Das Stück, das er ins Rennen schickt, heißt ›Ein kleines Stück volkstümlicher Musik‹, und genau das ist es auch. Geschrieben, produziert und vorgetragen von Tom Wu.

Der Giesinger Kulturpreis ist eine Plattform für junge, experimentelle Bühnenkunst und wird alle zwei Jahre in wechselnden Kategorien ausgeschrieben. Die Versicherungskammer Kulturstiftung verleiht den Preis gemeinsam mit dem Kulturzentrum Giesinger Bahnhof. Auf Initiative des ›Verein Freunde Giesings‹ wurde der Preis 2006 erstmals ausgeschrieben.

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