Ragnar Axelsson Greenland
Seit über vierzig Jahren bereist Ragnar Axelsson die gefrorene Wildnis Grönlands und dokumentiert das Leben der Inuit - von Jägern und Familien, die am Rande der bewohnten Welt leben. Freundschaft und Vertrauen sind der Schlüssel, um ihr Leben zu dokumentieren. Was dabei entsteht, ist ein intimes Portrait einer Welt, die nur wenige Außenstehende jemals von innen gesehen haben.
In der abgelegenen Bucht von Scoresbysund in Grönland liegt das Dorf Ittoqqortoormiit. Dort hing das Überleben schon immer von der Jagd ab, bei der an jeder Ecke Gefahr lauert. Jäger sind oft tagelang in der Dunkelheit und bei Sturm über das Meereis unterwegs, und Fehler können tödlich sein. Dies ist eine der gefährlichsten Lebensweisen auf der Erde. Eisbären rücken immer näher an die Dörfer heran. Das Eis bildet sich jedes Jahr später und schmilzt früher. Kleine Jägergemeinschaften kämpfen ums Überleben.
Mit Schwarz-Weiß-Bildern destilliert Ragnar die Arktis auf ihre rohe Essenz: Eis, Wind, Dunkelheit, Tiere, Berge und Portraits. Seine Fotografien vermitteln sowohl Schönheit als auch Bedrohung. Sie erzählen von Widerstandsfähigkeit, Verlust, Würde und einer Lebensweise unter dem Druck einer Außenwelt, die ihnen immer wieder zu diktieren versucht, wie sie zu leben haben.
Das ist Grönland als Realität einer sich rasch wandelnden Welt kleinerer Siedlungen. Ein Ort von einzigartiger Schönheit und ständiger Gefahr. Eine Welt, die vor unseren Augen schmilzt.Eine Welt, in der die Stille spricht.
Ab 24. Juli 2026 im Kunstfoyer.



